Vertrauen

"Jung und Alt" von Pixelio.de #366016 by MIRCO1

Vertrauen ist nicht nur ein sehr mächtiges Wort, sondern vor allem mal eine sehr komplexe Emotion! Nach dem ich selbst gerade erst wieder mal ganz bitter erfahren musste, dass man sich in diesem Punkt schneller mal vertun kann, als einem lieb ist und zur gleichen Zeit ich mich um einen sehr netten Menschen kümmere der wiederum selbst sehr viel Vertrauen in meine Hände und Fähigkeiten legt, nutze ich mal den Anlass zu einer wichtigen Erkenntnis …

Es gibt kein größeres Kompliment als Vertrauen
und so sehr man es selbst gewinnen möchte,
so leichtfertig schenkt man es doch auch mal her und erkennt:
Ja, es gibt kein größeres Kompliment als Vertrauen!

Es gibt kaum schwereres als Vertrauen zu halten
und so sehr man es sich auch selbst erhalten möchte,
so leichtfertig beginnt man doch zu zweifeln:
Hat der andere mein Vertrauen verdient?

Es gibt aber auch nichts wunderbareres als
die Geborgenheit eines tiefen Vertrauens!

Erinnert sie uns doch immer wieder
an Mamas Pusten auf einer brennenden Wunde:
Ja, das tat gut und obgleich hygienisch
kaum dümmeres möglich, war es doch das tollste, was es gab.

Wer Vertrauen möchte, muss sich erst selbst vertrauen!
Dies ist wohl die mitunter schwerste Erkenntnis beim Vertrauen.


Aber selbst wenn man damit hundert mal hinfällt,
bleibt der hundertundeine es Wert!

"Jung und Alt" von Pixelio.de #366016 by MIRCO1

"Jung und Alt" von Pixelio.de #366016 by MIRCO1

Ich wünsche allen Lesern und Leserinen, dass Ihr die Geborgenheit eines gesunden Vertrauens findet und im Schutz des einen gewonnen erkennen möget, wer und wo die anderen hundert lauern um es auszunutzen. Doch wie meine Großmutter schon zu sagen pflegte:

Trau, Schau, Wem
mag richtig und wichtig sein!
Aber traue DIR
Schaue ANDERE ganz genau an
…und…
erkenne WEM es die Mühen wert sind!

In diesem Sinne, euch allen weiterhin einen WUNDERvollen Tag und die Geborgenheit eines gefundenen, sicheren Vertrauens und wem ihr dies auch immer schenkt, lasst es ihn wissen, dass es nicht nur ein wundervolles Gefühl ist dies zu besitzen, sondern auch und vor allem es verschenken zu dürfen.

Ihr/euer/dein…

Frederic Ch.Reuter

Advertisements

Schlagwörter: , ,

About freuter

just a simple soul in a big wide world

4 responses to “Vertrauen”

  1. Christian Pohle says :

    Ich persönlich brauche sehr, sehr lange, um Vertrauen in einen Menschen (oder auch eine Sache oder einen Umstand) aufzubauen.
    Vertrauen, immer fair behandelt und nicht hintergangen zu werden.
    Im Gegenzug ist mein Vertrauen dann auch umfassend und langlebig.
    Von einem Menschen, dem man vertraute, hintergangen zu werden ist sehr schmerzhaft und führt bei mir allerdings dazu, daß ich diesen Menschen nicht mehr kennen möchte (ohne die Erinnerung an die guten Zeiten zu löschen).

    Gefällt mir

    • freuter says :

      Hallo Herr Pohle…

      es ist mir ein Freude und Ehre, dass Sie sich meinem bescheidenen Blog gewidmet haben und gerade auch ein so vertrautes Thema herausgriffen um mir und meinen Lesern einen Kommentar zu hinterlassen. Dafür vorab ein ganz herzliches Dankeschön.

      Um auf das Thema eingehen zu dürfen: Natürlich ist es mir sofort ganz nah und bekannt, was Sie da beschreiben. Ich nenne es das „Bürgersteig wechseln – Syndrom“ und habe gerade bei den größten zwischenmenschlichen Entäuschung früher mitunter sehr heftig daran „gelitten„! Ja, ich kenne das! Man möchte diese Menschen am liebsten nie wieder sehen und eigentlich schon nicht mal mehr an diese Phase (der Entäuschung) seines Lebens erinnert werden.

      Doch mit der ersten Begegnung fiel mir etwas sehr nachhaltiges auf. Klar, versuchte ich mich klein zu machen, wechselte den Bürgersteig, ging dem Kontrahenten aus dem Wege und wollte am liebsten weder gesehen werden, noch sehen müssen. Aber genau dort lag auch eine schlagartige Erkenntnis. Wer von uns ist denn derjenige, der sich schämen sollte? Doch nicht ich, oder?! Wieviel Macht möchte man solchen Menschen geben? Können Sie -im wahrsten Sinne des Wortes- tatsächlich noch meine Lebenswege beeinflussen? Aber was sollte ich tun, wenn ich ihm dann nicht aus dem Wege gehe? Nicht grüßen? Einfach ignorieren? Oder am Ende genau das jetzt erst Recht?

      Es hat eine Weile innere Überlegungen gekostet und unterm Strich drehten sich diese schon sehr bald um 2 Kernfragen:

      Möchte ich mich verstecken müssen?

      …und…

      Wieviel Macht gestatte ich diesem (oder anderen) Menschen über mich und meine Wege?

      Beides führte zwangsläufig immer wieder auf eine Grundsatzfrage zurück: „wer war eigentlich Schuld?“ und „wieviel Schuld muss man haben um Verantwortlicher zu sein?„. Dabei konnte ich es immer wieder drehen und wenden, wie ich wollte! Ich war genauso oft Mitschuldiger, wie ich aber auch Gewinner war, wenn ich zumindest meinen Teil der Lehre daraus gezogen hatte. Schon meine (sehr beeinfruckend Kluge) Deutschlehrerin, Frau Mechthild Meier-Lenoir, pflegte stets zu sagen: „in allem befindet sich etwas gutes – und sei es nur die Lehre daraus“.

      Doch so schmerzhaft auch mal die Erfahrungen mit diesen Menschen waren, wenn Sie mich etwas lehrten, waren sie dann nicht auch Lehrer? Sollte man um das gelernte nicht sogar dankbar sein? Und „wie dankbar“ könnte damit gemeint sein? Nun, ich kam nach einem langen, inneren Abwägen zu folgendem Schluss:

      • Kein Mensch hat und wird jemals das Recht bekommen meinen Weg so nachhaltig zu beeinflussen, dass ich den Bürgersteig seinetwegen wechseln werde!
      • Keine Erfahrung dieser Welt soll es mir nicht mindestens wert sein, dass ich darum nicht dankbar wäre!
      • Jeder Mensch hat das Recht mir etwas zu sagen und damit auch die Chance mich etwas zu lehren
        …und…
      • Alle die mich etwas lehrten, haben meinen Dank verdient!

      …und seit dem ich dies -für mich und in mir- beschlossen und erkannt habe, gibt es niemanden mehr dem ich aus dem Wege gehen würde! Aber es gibt sicherlich ganz viele denen ich früher mal böse war und heute eher eine (wenn auch „verhaltene“) Dankabrkeit empfinde. Ich gestehe ein, dass da so manche ausstehende Begegnung noch sehr spannend werden könnte – insbesondere dort, wo mir Unbelehrbarkeit begegnen würde und wo ein hohes Maß an Aggression befürchten lässt, dass andernorts nicht ganz so gut gelöst wurde, was ja auch meistens auf beiden Seiten zu Verletzungen führte. Denn eines steht mal fest: es ist nie wichtig, was gemeint war, sondern immer nur das Mas aller Dinge, was beim anderen ankommt. Und selbst wenn dieser in einer völlig verquerten Welt leben sollte: es ändert NICHTS daran, dass ER es aus SEINER Sicht SO empfindet, wie er es empfindet. Also bleibt wenigstens dieser „letzte Liebesdienst“ als adäquates Dankeschön über: erhebe dich nicht über ihn, denke über deine Fehler nach und gestatte ihm, dass ER auf SEINE Art und Weise damit zurecht kommen muss!

      …und siehe da: auch wurde mein Leben um ein erklägliches Stückchen freier, lebenswerter und lehrreicher.

      Ihren Zeilen und ihrem Blog entnehme ich mal eine ganz ähnliche Sicht und würde von Herzen wünschen, dass im Falle eines nächsten mal „lernen müssens“ auch niemand mehr ihren Weg beeinflussen kann. Denn letzten Endes haben wir es tatsächlich selbst in der Hand wieviel Macht wir einem solchen „Täter“ geben und ich bevorzuge die Macht des lernens – und die hat jeder 😉

      Ihnen und ihren Lieben einen WUNDERvollen Tag und nochmals vielen Dank für ihre anregenden Worte!

      Gefällt mir

  2. hagebuttensenf says :

    Es ist besser, gelegentlich betrogen zu werden, als niemandem mehr zu vertrauen. (Astrid Lindgren)
    Danke für diesen mutigen Artikel – und auch die Blumen auf FB 🙂
    Herzliche Grüße
    Anke

    Gefällt mir

    • freuter says :

      Oh, da liegt das fällige Dankeschön aber GANZ EINDEUTIG auf meiner Seite!

      Nicht nur, dass ich einen ganz herzerfrischenden Austausch zum früh-morgendlichen Tagesanbruch miterleben und -gestalten durfte. Nein, das neue Gegenüber besucht sogar meinen „Mini-Blog“ und ehrt mich mit einem Kommentar – welch‘ ein Tag und dafür meine ich das Dankeschön ebenso tief, wie ehrlich!

      In diesem Sinne, eine angenehme, WUNDERvolle Woche und alles nur erdenklich Liebe und Gute aus dem (schon wieder) nächtlichen Geilnau a.d.Lahn,

      dein/Ihr/euer…
      Frederic Ch.Reuter

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: