Telefonauskunft – längst kein kostenfreier Service mehr


Aus aktuellem Anlass stolperte ich über die Tatsache, dass immer noch viele Menschen (gerade der älteren Generation) schnell mal zur Auskunft greifen und nach einer Rufnummer fragen. Die Wenigsten von denen wissen aber, dass dies mittlerweile längst kein „kostenloser Service der Post“ ist, sondern 2 €uro (und mehr) kostet. Ich bemerkte dies wieder mal bei meiner Freundin Renate, der ich eine alte eMail zu diesem Thema rausgesucht, überarbeitet und zugeschickt habe. Da ich dies nun schon zum 7ten oder 8ten Mal gemacht habe, stelle ich den aktuellen Brief mal hier ein und verweise auf die dortigen Tipps und Hinweise:

Hallo Renate…

ich wollte dich jetzt nicht lange aufhalten (weil du ja noch zum T-Punkt musstest) und schicke dir meinen Tipp deswegen lieber mal schnell per eMail:

Ich habe bei diesen Umstellungsgeschichten der Rufumleitung gesehen, dass du von Schannenbach aus die 11 88 33 angerufen hast.

Wusstest du, dass dich eine Telefonauskunft bei dieser Auskunft der Telekom stramme 1,99 €/Minute kostet – weitere Dienste wie ein „Ja bitte“ auf deren Frage: „Soll ich sie durchschalten“ kosten dann auch noch weitere €uros, die dir bei Laibe nicht immer (nein, sogar »eher selten«) mitgeteilt werden! Das ist ganz schon happig, oder?!

Das kann man übrigens hier, bei TelTarif.de nachlesen und auf deren Tarifrechner für Auskunftsdienste auch ganz erheblich »billiger« haben!

Am günstigsten fährst du aber mit den Online-Diensten im Internet, wie zum Beispiel:

  • Das Örtliche
    unter http://www.dasörtliche.de als Online-Version des Telefonbuchs »Das Örtliche«
    Herrausgeber: Deutsche Telekom AG
  • Das Telefonbuch
    unter http://www.dastelefonbuch.de als Online-Version des gelben, großen Telefonbuchs »Das Telefonbuch«
    Herrausgeber: Deutsche Telekom AG

…oder…

  • Die gelben Seiten
    unter http://www.gelbeseiten.de als Online-Version der »Gelbe Seiten«, wie du sie als Telefonbuch der Telekom von früher kennst
    Herrausgeber: Deutsche Telekom AG

All diese Adressen sind vom DeTeMedien-Verlag, was übrigens die gleiche Herausgeber-Firma ist, die auch unsere normalen, amtlichen Telefonbücher herausgibt – wobei du aber in den Online-Versionen des Internet eben nicht nur einen Direktzugriff auf deren aktuelle Datenbank hast (was ja auch noch den Vorteil hat, dass alle aktuellen Änderungen, Neuerungen und Ab- und Ummeldungen dort noch am gleichen Tag der Schaltung eingetragen sind),  sondern das diese Informationen dann auch kostenlos sind! Es sind eben die „offiziellen“ Auskünfte der Telekom und damit zum Großteil noch immer die aktuellste und seriösete Quelle!

Nur um die Alternativen erwähnt zu haben, auch hier gibt es recht brauchbare Telefonauskünfte:

  • teleauskunft.de
    eine eigenständige Firma, die eigentlich zunächst nur den Vorteil bringt, dass du eine Eingabemaske hast und dann per Button entscheiden kannst, ob »Das Telefonbuch«, »Das Örtliche«, »Die gelben Seiten« (bis hierhin sind das die v.g. Telekom-Dienste) oder bei »suchen.de« im Internet gesucht werden soll.
  • GoYellow.de
    ebenfalls eine eigenständige, recht bekannte Firma, die in einem Eingabefeld alles Mögliche erlauben und abfragen. Hier kannst du dich sogar kostenlos verbinden lassen und einen Anruf bei dir auslösen. Einfach auf den gefundenen Namen klicken und im dann angezeigten Suchergebniss auf „kostenlos telefonieren“ klicken. Dann geht ein PopUp-Fenster auf, wo du einfach nur noch deineeigene Rufnummer eingibst und dann mit der v. g., gefundenen Rufnummer verbunden wirst.Aber Achtung: Diese Telefonate werden nach 15 Minuten gekappt!Ist es absehbar, dass ein Gespräch länger dauern könnte – dann lass es lieber und wähl selbst.
    Mehr Infos zu diesem Dienst findest du dann übrigens in deren F.A.Q.

 …oder…

  • 11880.com
    ist die Online-Version, die mit der Intelligenz einer „Verona Feldbusch“ wirbt und in Ihrer Werbung so vollmundig ausrichten lässt „Hier werden Sie geholfen“, was allerdings auch hier nur im Online-Service kostenlos ist. Auch hier gibt es übrigens eine Möglichkeit sich gleich mit der gefundenen Rufnummer verbinden zu lassen, was dann aber ebenfalls in 15  Minunten unterbrochen wird. Den genauen Ablauf eines solchen Gespräches kann man sich aber vor einem „Anrufen“-Button anzeigen lassen.

Mein Rat also:
Wie du siehst, sind die Kosten von (mindestens) 2 €uro meines Erachtens durchaus happig und Grund genug um doch lieber schnell mal den Rechner anzuschalten und Online nachzuschauen, oder?!

Und selbst wenn das mal nicht anders gehen sollte, dann gibt es doch noch immer mindestens genauso gute Dienste, die aber erheblich billiger sind! Hier würde ich z.B. für den Stand vom August 2011 die telefonische Auskunft unter der 11813 (hier die Website dazu) empfehlen, denn die kostet bei unter 1 Minute 59 €uro-Cent und alles was länger dauern könnte, wäre die 11828 (hier die Website dazu), die einen Gesamtpreis pro Anruf von 78 €uro-Cent verlangt und damit ab der ersten Minute, plus 1 Sekunde billiger bleibt, als alle anderen Anbieter!

Ich weiß – das ist alles ziemlich „weit ausgeholt“ und trägt doch eigentlich nur zwei Aussagen:

Erstens: Benutze lieber die Online-Auskünfte, denn alles andere ist schlichtweg teuer und hat nicht wirklich mehr etwas mit „kostenfreiem Kundendienst der alten Post“ zu tun! Die Telefonauskünfte sind mit Ihrer Marktöffnung von der damaligen Post zu einer ausgewachsenen Dienstleistung mutiert, die dann eben auch ihren Preis verlangt.

Zweitens: Wenn sich schon keine telefonische Auskunft vermeiden lässt, dann sollte es doch wenigstens eine kostengünstige, wie z.B. diese 11828 (für den momentanen Angebotsstand im August 2011) sein – zumindest solange, solange es sich um einen ganz simplen Anschluss und die reine Frage nach der Nummer betrifft.

Fakt ist:

5 Auskünfte pro Monat und das aufs Jahr hochgerechnet, sind immerhin satte 120 €uro per Anno, für die es sich nicht nur lohnte das hier alles zusammen zu tragen und niederzuschreiben, sondern auch mitzuteilen, einzusparen und dir z. B. ein Abendessen mit deinem Mann, deinem Liebhaber und/oder einem Freund – oder dir „was auch immer“ einsparen zu hilft 😉

In diesem Sinne, sende ich dir alles nur erdenklich Liebe und Gute aus Geilnau an der Lahn,

dein…

F r e d e r i c   C h .   R e u t e r

Tja, was soll man noch sagen?! So ist das nun mal. Anmerken möchte ich hingegen doch noch eine Kleinigkeit: Dieser Beitrag befasst sich nicht im Geringsten mit der Frage, ob diese Auskunftsdienste überhaupt noch nötig, gerechtfertigt, oder überteuert seien. Auch die Anmerkung, dass es günstigere Varianten gibt, als die alt hergebrachte und gewohnte Auskunft der deutschen Telekom bleibt davon unberührt. Hier sitzen Menschen, die einem ehrlichen Beruf nachgehen und in der Masse ihrer Zahl auch sicherlich zum überwiegenden Teil hoch motiviert sind dem Suchenden eine Lösung zu bieten – ihr Geld also mit Fug und Recht verdienen. Dies alles bleibt hiervon einfach unberührt und wird zu keinem Zeitpunkt Thema des Beitrags.

Ein Tipp zum Schluss:

Die wenigsten Benutzer dieser Onlinedienste, kennen deren Leistungsumfang. Bei fast allen Online-Auskünften werden s. g. „digitale Visitenkarten“ zum Download angeboten. Haben Sie ihren gesuchten Partner gefunden und auf dessen Namen geklickt um dessen vollständigen Angaben zu sehen, werden in den meisten Fällen Links wie „Visitenkarte„, „ins Adressbuch“ oder „Speichern unter“ angeboten. All diese Links bieten dann eine Datei mit der Endung .vcf zum download an. Diese können Sie laden und mit einem Doppelklick öffnen, was dann in der Regel dazu führt, dass ihr Standard- Adress-/Kontakt-Programm geöffnet wird und in einem neuen Kontaktfenster alle Angaben des gesuchten schon vorgegeben werden. Das ist immer dann besonders praktisch, wenn Sie auch ihre Computerdaten mit dem eigenen Handy synchron halten und so nicht nur direkt aus den Auskunftsdiensten den vollständigen Kontakt auf ihren PC übernehmen können, sondern dann auch bis zum Handy übermittelt und unterwegs bei sich haben könnten – ohne ein Mal etwas abschreiben zu müssen – sehr praktisch, wie ich meinen möchte!

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